das Bürgerhaus

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Das letzte Kopper Schulgebäude wurde, nachdem das vorherige nicht mehr den schulischen Erfordernissen entsprach, auf Anregung des damaligen Lehrers Peters in den Jahren 1962-1964 errichtet. Doch leider mußte durch die immer geringer werdende Schulkinderzahl und die neue Schulreform der Schulunterricht schon zum 1.8.1972 eingestellt werden.


Zunächst sollte das Schulgebäude verkauft werden. Da die Kreisvereinigung Lebenshilfe sich jedoch für die Anmietung dieses Objektes zur Einrichtung einer Beschützenden Werkstatt interessierte, wurde das Gebäude zunächst für diesen Zweck in der Zeit vom 1.8.1973 bis 30.6.1979 vermietet. Nachdem Auszug der Beschützenden Werkstatt nach Gerolstein stand das Schulgebäude wieder leer.
Das Thema »Schulverkauf oder Umbau in ein Gemeindehaus« wurde dann in einer Bürgerversammlung besprochen. Eine überwältigende Mehrheit sprach sich für den Erhalt des Schulgebäudes und den Umbau aus.


Es begannen dann die erforderlichen Überlegungen und Planungen. Die Finanzierung wurde sichergestellt durch den Verkauf der Lehrerwohnung und einen Landeszuschuß von 35.000,- DM. Der Kostenvoranschlag war auf 175.000,- DM festgesetzt; hiervon entfielen 30.000,- DM auf die Inneneinrichtung.


Mit dem Umbau wurde im November 1982 begonnen. Es zeigte sich sehr schnell, daß die Voranschlagskosten von 145.000,- DM für den Umbau nicht ausreichten. Nicht vorherzusehende Arbeiten, wie die totale Erneuerung der Fundamentisolierung und stützenlose Deckenkonstruktion, Verbesserung der erforderlichen Parkplätze mit Aufgang zum Bürgerhaus und vieles andere, verursachten erhebliche Mehrkosten.


Die tatsächlichen Kosten beliefen sich auf rd. 265.000,- DM. Hiervon wurden jedoch für die Gemeinde 55.000,- DM eingespart (Spenden 15.000,- DM, unentgeltliche Arbeitsleistung 22.000,- DM und Billig Arbeitszeit 18.000,- DM).


Ohne die Hilfe aus der Bevölkerung wäre es der Gemeinde Kopp nicht möglich gewesen,. den Endbetrag in Höhe von 230.000,- DM aufzubringen. Es ist schon eine lobenswerte und nicht selbstverständliche Sache, wenn in einer nur 213 Einwohner zählenden Gemeinde eine so starke Leistung verbucht werden konnte. Die Bürger unserer Gemeinde haben den guten Sinn der Sache erkannt und sich mit ihrer Realisierung selbst ein Denkmal gesetzt.
Am 2./3. Juni 1984 wurde das Bürgerhaus feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Der Gemeinderat hat aus diesem Anlaß eine 40 Seiten umfassende Broschüre »Chronik zur Einweihung des Bürgerhauses« herausgegeben, in der der Ortsbürgermeister Hubert Meyer u.a. schreibt: »Möge unser Bürgerhaus dazu beitragen, daß unsere Dorfgemeinschaft, aber auch die Gemeinschaft mit Menschen über die Grenzen unseres Dorfes hinaus, im Sinne eines gedeihlichen Zusammenlebens neu auflebt und fortbesteht!«




Bürgerhaus
(Bürgerhaus)



Im Jahre 2000 nach 16 Jahren Bürgerhaus zeigte sich ein hoher Sanierungsbedarf am nun 36 Jahre alten Gebäude. Die technische Ausstattung entsprach teilweise den 70er Jahren, so dass ein Sanierungskonzept erarbeitet wurde.

Als dringende Maßnahme zeigte sich die Sanierung der Kellerwand, die Dämmung der Decke, Erneuerung der Fenster, Dachdecker/Klempnerarbeiten, Erneuerung des Heizkessels sowie Malerarbeiten.

Die Gesamtkosten für die Maßnahme beliefen sich auf € 118000,- davon gewährte das Land einen Zuschuss in Höhe von € 58800,-
Durch die unentgeltliche Arbeitsleistung der Dorfbevölkerung wurde eine Summe von ca. € 20000,- erbracht.

Die Bereitschaft, viele Stunden zu Gunsten der Gemeinde Ehrenamtlich zu arbeiten ist in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr und somit besonders lobenswert.

Möge das Bürgerhaus auch weiterhin ein Treffpunkt für vergnügliche und gesellige Stunden bei unseren Bürgern sein!