die Kapelle

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Die erste Nachricht über die Kapelle zu Kopp entnehmen wir dem Visitationsprotokoll des Jahres 1570. Danach hatte die Kapelle zwei Altäre und einen Kelch. 1621 werden zwei Kelche als Besitz genannt; Küster war Willibrord Zeihen.

1712 beklagt der Visitator den Zustand der Kapelle, die keine Fenster, ein unebenes Pflaster und ein schlechtes Dach hatte. Dies wird der Anlaß gewesen sein, einen Neubau in Angriff zu nehmen, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts stattfand.

Auf diesen Zeitraum weist das Friedhofskreuz (1792) hin. Es handelt sich um einen einfachen, geputzten Bruchsteinbau, im Lichten 9,40m lang und 6,50 m breit, der Chor ist 3,65 m breit und 3,85 m tief. 1850 wurde eine Vorhalle angelegt, bei der die Westtür wiederverwendet wurde. Die Fenster der Nordseite wurden einmal erneuert, die anderen renoviert. Der Altar mit einem Antependium aus dem 18. Jahrhundert ist in. Rokokoform ausgeführt und enthält ein Relief des hl. Matthias. Die Südwand enthält eine einfache Holzskulptur des hl. Eligius aus dem 18. Jahrhundert, 75 cm hoch. Während bei der Visitation 1570 noch der hl. Eligius als Patron genannt wird, ist 1712 St. Matthias genannt. Gründe für den Wechsel sind nicht bekannt; es konnten religiöse Bewegungen, Gelübde, Seuchen oder neue Machtverhältnisse eine Rolle spielen. Entscheidend für Kopp war möglicherweise die Zugehörigkeit zu Trier und die dort herrschende besondere Verehrung des hl. Matthias.
Der Blitzeinschlag 1983 vernichtete den Turm so stark, daß er aus Sicherheitsgründen abgebaut werden mußte. Man entschied sich bei der Gelegenheit für eine Renovierung des Dachstuhls und der -bedeckung sowie des Innenraumes. 1985 waren die Arbeiten abgeschlossen und die Kapelle wurde am Patronatsfest des St. Matthias eingeweiht.



Kapelle



Kurz darauf verstarb am 6.8.1985 Johannes Zick, Pfarrer von Mürlenbach, der bis dahin auch Kopp seelsorgerisch liebevoll betreute. Als Mensch mit einer besonderen Beziehung zur Natur, wußte er die Schönheit unserer Landschaft zu schätzen. Da nun die Pfarrei Mürlenbach mit der dazugehörigen Kapelle in Kopp wegen Priestermangels nicht besetzt werden konnte, wurde sie dem Birresborner Pfarrer, Helmut Bauerschmitz, unterstellt. Ihm hilft bei der seelsorgerischen Betreuung von Kopp - zur Zufriedenheit aller - Pfarrer i.R. Dr. Cornelius Wehrhahn. An der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste beteiligt sich seit Jahren auch der bekannte Düsseldorfer Kapellmeister Arnold Quennet, der hier seinen zweiten Wohnsitz hat.

Die Kapelle bekommt bei der Jubiläumsfeier 1987 ein neues bronzenes Geläut Aus einem teil der 200 Jahre alten Eichenbalken von dem alten Dachstuhl hat man beim Holzschnitzer Anfang aus Österreich zwei 1,5 Meter hohe Staturen anfertigen lassen: St. Matthias und Madonna die jetzt die Seitenaltäre der Kapelle schmücken.



Kapelle



Durch den plötzlichen Tod von Pfarrer Helmut Bauerschmitz am 27.04.1997 übernahm Herr Pfarrer Gerhard Schwan am 30.08.1997 die Seelsorgerische Betreuung der Pfarrei St. Luzia Mürlenbach mit der dazugehörigen Filialkirche St. Matthias in Kopp.

Da auch die Zeit nicht spurlos an unserer Kapelle vorbeigezogen ist wurde eine umfassende Renovierung des Innen sowie Außenbereichs dringend notwendig. In einem ersten Bauabschnitt wurde im Frühjahr 2008 durch Eigenleistung mit der Trockenlegung des Kirchenfundamentes sowie der Erneuerung der Entwässerungsleitungen an der Kirche begonnen. Die Einfassung und Fußwege wurden wieder in Stand gesetzt und der stark in Mitleidenschaft gezogene Kirchhofsvorplatz wurde neu gestaltet.


Als zweiter Bauabschnitt folgt 2009:

Holzwurmbekämpfung ,
Sanierung der Kirchenfenster
Chorraumsanierung und Innenanstrich
Sanierung Toranlage
Erneuerung des Sockelanstrichs


Kapelle

















> hier kann man eine 360° Ansicht der Kapelle anschauen

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