Gegenwart

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Nachdem die Spuren des zweiten Weltkrieges, die unseren Ort nicht allzu stark getroffen haben, verwischt waren, konnten auch wir etwas mit am Wirtschaftwunder profitieren. Die Menschen konnten mehr verdienen und sich ein würdigeres Leben gestalten. Dorfstraßen wurden erneuert, und der Ort bekam ein allgemein besseres Aussehen.



Dorfmitte



In den Jahren 1964 - 1968 wurde die Flurbereinigung durchgeführt. So wurden dann auch viele Feldwege ausgebaut und das Land besser erschlossen. Es zeichnete sich für Landwirte und die gesamte Dorfbevölkerung der Strukturwandel zum allgemeinen Wohl ab. Durch die Verwaltungsreform im Jahre 1970 wurde Kopp mit Wirkung vom 1.1.1971 der Verbandsgemeinde Gerolstein im Kreise Daun zugeordnet. In den darauffolgenden Jahren ging es fleissig weiter mit dem Aufbau.

Die Bürgermeister und die Gemeinderäte von Kopp waren bemüht, den Freizeitwert ihres Ortes ständig zu steigern. So wurden Parklätze gebaut, ein Wochenendhaus-Gebiet freigegeben, ein Brunnenplatz errichtet, das Bürgerhaus eingeweiht und die Kapelle renoviert. Tische und Bänke als Sitz- und Ruheplätze wurden aus den 200 Jahren alten eichenen Balken hergestellt, die zuvor in der Kapelle die Decken- und Dachkonstruktion getragen haben.

 

In Kopp stehen zwei alte Eichen unter Naturdenmalschutz. Die erste, die sogenannte >Stelzeneiche<, steht bei der Kapelle und zählt zwischen 250 bis 300 Jahre. Sie wurde im Jahre 1978 durch eine baumchirurgische Behandlung so gesund gepflegt, dass sie noch Generationen überleben kann. Die zweite Eiche, wesentlich jünger, steht in Eigelbach und wurde dieses Jahr ebenfalls baumchirurgisch behandelt.



Kapelle
 



Am 24.04.1984 wurde eine der ersten Pächterinnen in Kopp, Magdalena Rautenstrauch geb. Abegg, 99jährig hier zur letzten Ruh gebettet. Sie ist allen in guter Erinnerung, denn sie hat in der schweren Zeit vielen Menschen geholfen. Selbst zum Kriegsende, als alle Bürger unseres Dorfes von einmarschierenden amerikanischen Truppen aus ihren Häusern in die viel zu kleine Gastwirtschaft zusammengetrieben wurden, konnte sie als Dolmetscherin vermittelnd helfen und die Leute vor dem Schlimmsten bewahren. Aber auch ihre alten Eltern - der Stiefvater, von Berenhorst, ein alter preußischer General, der nichts vom 3. Reich hielt - hatten in diesen schlimmen Tagen genauso wie fast alle anderen unter einer starken Ruhr zu leiden, an der einige Kinder und ein paar alte Menschen starben.



Militär



Viele Menschen aus den städtischen Ballungsgebieten haben inzwischen erkannt, dass es sich in der reizvollen Eifellandschaft, in der unser Heimatdorf Kopp liegt, sehr angenehm wohen lässt. Im Kreiswettbewerb >Unser Dorf soll schöner werden< hat Kopp bereits einen stolzen zweiten Preis gewonnen und damit seine Wohn- und Freizeitqualität unter Beweis gestellt. So ist inzwischen ein sehr schönes Wochenendhaus-Gebiet hier entstanden. Die Menschen, die es bewohnen, fühlen sich nicht nur dort wohl, sonder auch sehr eng mit den Bürgern des Dorfes verbunden. Mögen wir alle hoffen, dass es noch lange so bleibt und nicht eine neue, schwere Katastrophe über ein hereinbricht.




Kopp
 

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