Französische Besatzung

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Im Jahre 1794 siegt der französische Obergeneral Jourdan bei Fleurus in Belgien über die Österreicher, wodurch der Weg für die französischen Revolutiionsgruppen in die Eifel frei wird. Die neuen Herren haben alle Privilegien von Adel und Klerus, Zehnten, Steuern, Frondienste und Jagdrechte auf, so dass sie von vielen Bürgern zuerst mehr als Befreier denn als Besatzer empfunden wurden.

Die Verwaltungseinheiten und -grenzen wurden grundlegend geändert. Unter der Regie des Gouvernementskommisssars Rudler wurden vier rheinische Departements geschaffen, die weiter in Arrondessements, Kantone und Mairien unterteilt waren.

Kopp gehörte nun zum Departement de la Sarre mit Sitz in Trier, zum Arrondissement und Kanton Prüm und zur Mairie Büdesheim. Der Zugehörigkeit zum französischen Kaiserreich verdanken wir u.a. die Einführung der Zivilstandregister und die erste systematische Kartenaufnahme der Rheinlande. Letztere wurde für die Gemarkung Kopp durch den Ing. Geograph 2. Klasse Dumesnil in den Jahren 1810/11 durchgeführt. Auf dieser Karte sind noch zwei Mühlen (>Schneidmuhl< und >Koppermuhl<) eingetragen.

Das Scheitern der ehrgeizigen militärischen Pläne Napoleons durch die Niederlagen von Leipzig (1813) und Waterloo (1815) bewirkten den französischen Rückzug, der für unsere Heimat durch das Überschreiten des Rheins durch Blücher in der Neujahrsnacht 1814 eingeleitet wurde.


Saujagd
(Saujagd)